Spiritueller Sommer
Spiritueller Sommer
Spiritueller Sommer

Spiritueller Sommer 201701.06. bis 03.09.2017

Mit dem Spirituellen Sommer 2017 präsentiert das Netzwerk „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ vom 01.06. bis 03.09.2017 zum sechsten Mal die große Vielfalt spiritueller Angebote und besonderer Orte in Südwestfalen und seinen Ferienregionen Sauerland und Siegerland-Wittgenstein. Über 300 Veranstaltungen, Wege und Orte in ganz Südwestfalen bieten ihren Gästen spirituelle Erfahrung in katholischer und evangelischer Tradition, darüber hinaus aber auch Eindrücke von der Spiritualität des Islams, des Judentums und des Buddhismus. Hinzu kommen Impulse aus einer nicht an Religion gebundenen Spiritualität und aus dem Erleben von Natur, Musik, Tanz und bildender Kunst.

In beeindruckender Natur und jahrhundertealter Kulturlandschaft, aber auch in der Begegnung mit den Menschen der Region bietet der Spirituelle Sommer 2017 die Möglichkeit, ein wenig Tempo aus dem Alltag herauszunehmen, stiller zu werden, sich und anderen zu begegnen und sich vielleicht auch auf Neues einzulassen. Leitthema ist wie im letzten Jahr „Licht“ mit allen seinen spirituellen Qualitäten. Zusammen mit den Akteuren vor Ort freuen wir uns auf Sie in einem inspirierenden Spirituellen Sommer 2017!

Leitthema "Licht"

Licht gehört zu den Grundgegebenheiten des menschlichen Lebens. Es spielt in allen Kulturen, Religionen und spirituellen Traditionen eine zentrale Rolle. Im spirituellen Sinn symbolisiert es das Göttliche im Menschen und in der Welt und steht für Leben, für Hoffnung und für das Gute. Dabei wird Licht immer von Schatten begleitet. Licht erkennen heißt deshalb auch Dunkelheit anzuschauen und zuzulassen.

2016 bis 2018 stellt der Spirituelle Sommer das Thema „Licht“ in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Viele Angebote nehmen diese Qualität auf und laden zu einer Annäherung an dessen spirituelle Dimensionen ein. In der Natur, in Kirchen und Moscheen, im Stadtraum und im Innern der Menschen entstehen so Möglichkeiten zeitgemäßer spiritueller Erfahrung. Lichtkunstprojekte, Kunstinstallationen, Ausstellungen, Konzerte, Wander- und Pilgerangebote, Meditation und Gebet, Tanz, Führungen, Vorträge, Gespräche und vieles mehr nähern sich dem Thema auf ganz unterschiedliche Weise und stellen Licht und Schatten in größere Zusammenhänge.

LichtKunst-Projekte

Nikola Dicke, Ulrich Möckel, Martina Muck, Max Sudhues

Kunst

Licht trifft Kunst

In diesem Jahr stehen Werke der bildenden Kunst im Mittelpunkt des Spirituellen Sommers zum Thema Licht.

Der vielfach für seine Arbeit ausgezeichnete Berliner Lichtkünstler Max Sudhues wird sich in Arnsberg auf Einladung des Kulturbüros auf die Suche nach einem Ort machen, den er für einen Abend lang in einen Kunst-Raum mit Licht und Schatten transformiert.
Nikola Dicke, freischaffende Künstlerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück im Fach Kunst/Kunstpädagogik wird - wie schon im letzten Jahr - ein Lichtkunstprojekt mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten und die Ergebnisse in der Dunkelheit an die Mauern der Kirchen in Bestwig und Eversberg projizieren.
Das Sternenhaus, eine Skulptur des Beckumer Künstlers Ulrich Möckel, gibt eine Ahnung des „geerdeten Nachthimmels“ und ist zusammen mit einem kleinen interkulturellen Begleitprogramm in Schmallenberg-Wormbach zu sehen und zu erleben.
Martina Muck, Künstlerin aus Münster, arbeitet zusammen mit interessierten Menschen aus der Region an einer Rauminstallation, die das Innere der Dinge in den Blick nimmt.

Kuratiert hat die Lichtkunstprojekte Dr. Andrea Brockmann vom Kulturbüro Schmallenberg. Mit ihrem professionellen Blick auf die zeitgenössische Lichtkunst und die Orte, die dazu passen, setzt sie nun schon im zweiten Jahr wichtige Impulse im Spirituellen Sommer. 

Martina Muck in Holthausen

Während des Spirituellen Sommers ist die interaktive Arbeit „Erinnerung“ von Martina Muck im Museum in Holthausen zu sehen. Mit diesem Lichtkunstprojekt  richtet sie den Blick auf das Innere der Dinge und der Menschen. Dazu sammelt sie bis  zum 7. Juni  Gefäße, die ihr für die Dauer der Ausstellung geliehen werden. Sie positioniert sie im Ausstellungsraum und beleuchtet sie so, dass sie Teil einer künstlerischen Rauminstallation werden.

Martina Muck: „Die Gefäße  sollten eine spezielle Bedeutung für deren  Besitzer haben. Auf diese Bedeutung und die Geschichte des jeweiligen Objekts bin ich sehr gespannt. Ich möchte, dass die Betrachter die Energie des Objekts fühlen können. Ich mag es, einfache Dinge in etwas Geheimnisvolles  zu verwandeln… ich  würde nicht sagen, dass die Beleuchtung theatralisch ist. Beispielsweise installiere ich die Lichter nicht deshalb, um einen bestimmten Schatten zu erzeugen. Ich lege keine Beleuchtung auf die Objekte, sondern in sie hinein. Es ist mir sehr wichtig, den ganzen Raum zu aktivieren und eine meditative Atmosphäre herzustellen.“ 

(Interview: Ausstellung „Memory“, Modern Fuel, Main Gallery, Kingston, Kanada, 2014).

Sternenhaus

Lichtskulptur von Ulrich Möckel

Täglich zu besichtigen.
Wiese an Biermann‘s Scheune: Schmallenberg-Wormbach, Ortsmitte neben der Kirche (Alt Wormbach 1)

Zehn Meter hoch ragt die pyramidenförmige Eisenkonstruktion des Beckumer Künstlers Ulrich Möckel in den Himmel, der Spitze eines Kirchturmes gleich, die auf einer Grundfläche von 2 mal 2 Metern direkt mit der Erde verbunden ist. Die Eisenkonstruktion ist mit Aluminium verkleidet, in die eine Vielzahl von kleinen Bohrungen eingebracht ist, deren Anordnung vom nördlichen Sternenhimmel inspiriert ist. Betritt man den Innenraum, wird man vom Licht, das durch die Öffnungen in den Innenraum fällt, empfangen. „Es ist, als ob man in den Sternenhimmel hineingenommen wird und mitten im geerdeten Nachthimmel steht. Man kommt ins Staunen und beginnt sich aufzurichten, mit der Erde verbunden, dem Himmel sich öffnend.“ so Elisabeth Grube. Sie begleitet das Lichtkunstprojekt mit einer kleinen interkulturellen Veranstaltungsreihe mit Wanderung, Vorträgen und Gesprächen.

Hintergrund:
Die Idee zum Sternenhaus hatte Ulrich Möckel während der Vorbereitung seiner Ausstellung „Der Himmel auf Erden, Bilder, Objekte und Plastiken“. Als schwarz lackierte Holzkonstruktion stand es erstmals 1983-85 auf der "Motte" der Kolvenburg Billerbeck. Nach Stationen in Quakenbrück, Münster und Marl fand die Holzkonstruktion im Unwetter im Herbst 1998 ihr Ende. 2003 feierte das Sternenhaus im Auftrag des Diözesanmuseums in Paderborn seine Auferstehung als Eisenkonstruktion anlässlich der Ausstellung „Wunderwerk, Göttliche Ordnung und vermessene Welt“ und stand bis 2005 vor dem Eingang des Museums. Zuletzt markierte das Sternenhaus in Langenberg die Mitte einer Lichtung auf Galerie Gut Geissel. Ab Juni 2017 ist die Skulptur nun auf Biermann’s Wiese in Schmallenberg-Wormbach zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher ein, ihre eigenen Erfahrungen mit dem „geerdeten Nachthimmel“ zu machen.

Veranstaltungen

Entdecken Sie mehr als 300 Veranstaltungen, Wege und Orte in ganz Südwestfalen im Spirituellen Sommer 2017.

Entdecken...

  • 1
26 November

Kirchenführung durch die spätromanische St. Peter & Paul Kirche (um 1250; ehemalige Kultstätte um 2800 v. Christus) von 11.20 bis ca. 11.50 Uhr. Erzählt wird vom "Schönsten Kirchhof der Welt", von Mytischen Totenwegen, von...

11:20 - 11:50 Uhr
Wormbach, St. Peter und Paul Kirche
  • 1
Ergebnisse als PDF herunterladen

Tipp:

Mit einem Klick auf den Button können Sie den Termin in Ihren Kalender eintragen lassen. Öffnen Sie einfach die nach dem Klick heruntergeladene Datei und speichern Sie den automatisch generierten Termin in Ihrem Kalender. Fertig!