Das Hollenhaus
Das „Hollenhaus“ ist kein Haus, sondern ein wuchtiger Felsen im Wald nahe Schmallenberg-Bödefeld. Durch seine schroffe Formation und einen auffallend gelbgrünlichen Flechtenbewuchs wirkt er andersartig und irgendwie geheimnisvoll. Eine alte Sage berichtet folgendes:
Es wurde erzählt, dass in Höhlen, die tief hineingehen in das Felsgestein, die „Hohen“, also Waldfrauen, wohnen würden, die sich guten Menschen freundlich erwiesen und hilfreich seien bei unverschuldeter Not.
Vor vielen, vielen Jahren hüteten Bödefelder Kinder vor dem Felsen die Ziegen der Dorfbewohner im Führlingssonnenschein. Einige besonders waghalsige Kinder drangen bis zu den Höhlen vor und riefen hinein. Wie erschraken sie aber, als tatsächlich die Hollen aus der Tiefe des Felsens hervor tragen. Sie beruhigten die Kinder und gesellten sich als liebreiche und freundliche Gespielinnen zu ihnen. Eine von ihnen bewachte die Ziegen, die reichlich saftiges Grün und Kräuter fanden. Schnell vergingen den Kindern die Stunden bei Spiel und Scherz. Bald schon stand die Sonne tief hinter den Bergen und die Kinder mussten an die Heimkehr denken. Zum Abschied erhielten sie von den "Hohen" schöne glänzende Steine, die sie mit nach Hause nahmen. Das Geschenk der Hollen erwies sich als lauteres Gold und aus mancher Hütte schwanden Sorge und Not. Doch daraufhin drangen rohe Burschen in die Höhlen ein, um die Schätze der Hollen mit Gewalt zu rauben. Es traf sie aber eine harte Strafe. Die Eingänge stürzten ein und sie fanden nicht mehr heraus. Niemand hat je wieder die Hollen gesehen.
Bödefelder Hollenpfad
Ein Naturerlebnis für die ganze Familie ist der 9 km lange Hollenpfad nahe Schmallenberg-Bödefeld. Dieser Weg bietet für Groß und Klein spannende und aufschlussreiche Erlebnisse an 16 Stationen, wie den Barfußpfad, das Wildgehege, den Spielplatz, eine alte Kohlenmeilerstelle uvm.
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